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Ökologisch gepräger Hochwasserschutz

Die herrliche Töss und die vielen Bäche bei Turbenthal werden bei Unwettern zu reissenden Flüssen. (Quelle: Gemeinde Turbenthal)

Die Tösskorrektion im 19. Jahrhundert hat die Hochwassergefahr im Tösstal vermindert, aber nicht ganz verhindert. Doch nicht nur die Töss stellt eine Gefahr dar, sondern auch die kleineren Bäche, die sich bei starken Unwettern in reissende Gewässer verwandeln können. Ab den 1980er Jahren werden vor allem diese Bäche mit einem Hochwasserschutz versehen. 

Der Chatzenbach, dann der Chämibach und der Hutzikerbach

Zuerst ist der Chatzenbach an der Reihe, der ab 1981 in verschiedenen Etappen ausgebaut wird. Zentrales Element des Projekts ist ein Hochwasserrückhaltebecken oberhalb der Mettlen am Ausgang des Neubrunnertals. Auch beim Chämibach (1986–1993) und beim Hutzikerbach (1988–1990) wird der Schutz vor Hochwasser mit baulichen Massnahmen verbessert. 

Wichtige Verbesserung und ökologisches Denken

Aber noch vermögen die Schutzmassnahmen nicht zu genügen. So werden in einem umfassenden Projekt einerseits der Hochwasserschutz beim Chatzenbach auf der Höhe Neubrunn verbessert, andererseits Kanalisations- und Wasserleitungen versetzt sowie eine neue Dorfstrasse gebaut. Einige Jahre später werden die vom Chatzenbach drohenden Gefahren im Rahmen eines «Vollausbaus» ganz gebannt. Sowohl beim Chatzenbach als auch beim später verbauten Chämibach wird grosser Wert auf die Ökologie gelegt. 

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 256 - 258