Das Gemeindehaus als Geschenk
Die räumlichen Verhältnisse, mit denen sich die Turbenthaler Gemeindeverwaltung begnügen muss, sind viele Jahre sehr bescheiden. Seit 1915 logiert sie unter engen Verhältnissen im alten Primarschulhaus an der St. Gallerstrasse 7, dem heutigen Schulsekretariat. Bereits ab 1947 werden Pläne für ein neues grösseres Gemeindehaus geschmiedet. Aber alle versanden, da es am nötigen Geld für einen Neubau fehlt.
Geschenktes Land und geschenktes Geld
1956 schenkt der damalige Vizepräsident des Gemeinderates, Emil Winkler-Heene, der Gemeinde das nötige Bauland auf der Stickerweise. Die Lage ist optimal. Aber noch immer fehlt es an Geld für einen Neubau. Im Januar 1962 erreicht die Gemeinde ein Schreiben der Industriellen Jakob und Helene Boller-Winkler. Sie sagen der Gemeinde zu, mindestens 800'000 Franken und maximal eine Million Franken für den Bau eines neuen Gemeindehauses zu übernehmen. Sofort wird die Planung an die Hand genommen, und 1964 kann das neue Gemeindehaus bezogen werden.
Zwei weitere Erneuerungen
Noch zweimal legt man am Gemeindehaus in grösserem Rahmen Hand an. In den 1980er Jahren nimmt man einen Umbau vor, der zu mehr Arbeitsplätzen und einer wärmetechnischen Sanierung führt. Und 2024 saniert man die Aussenhülle und verbessert die Wärmedämmung. Seither herrscht im Sommer und im Winter ein angenehmes Raumklima.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 242 - 245