AUF DEM WEG IN DEN LIBERALISMUS
1831 endet die Zeit des Ancien Régimes definitiv.
Der Ustertag
Am 22. November 1830 versammeln sich über 10'000 Männer in Uster, um gegen die autoritär-konservative Kantonsregierung und für eine liberale Wende zu demonstrieren. Die Regierung tritt darauf geschlossen zurück und setzt Neuwahlen an. Diese finden bereits am 6. Dezember 1830 statt und bringen einen überragenden Sieg des Liberalismus und der Landgemeinden über die Stadt Zürich.
Neue liberale Verfassung
Zwei Drittel der Mitglieder des Grossen Rates stammen nun aus Landgemeinden, nur noch ein Drittel aus der Stadt Zürich. Die neue Regierung gibt den Auftrag, eine neue Verfassung auszuarbeiten, über die am 8. März 1831 abgestimmt wird. 40'503 Zürcher stimmen Ja, nur 1'721 Nein. In Turbenthal befürworten 464 Stimmbürger die neue liberale Verfassung, nur neun stimmen mit einem Nein.
Die Schule wird Staatsaufgabe
Der Wandel nach 1831 umfasst praktisch alle Lebensbereiche. Ausserordentlich wichtig wird er im Schulwesen. Die Schule wird zur Staatsaufgabe und kostenlos. Die Primarschule wird ergänzt durch die Sekundarschule. In beiden Bereichen zeigt sich Turbenthal sehr fortschrittlich.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal, S. 123 - 124