Gutes Trinkwasser - gereinigtes Abwasser
Zu den grossen Investitionen, die Turbenthal nach 1960 bewältigen muss, gehören diejenigen in die sichere Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Horizontalbrunnen im Gmeiwerch
Ein wichtiges Projekt bei der Wasserversorgung ist der Bau des Horizontalbrunnens im Gmeiwerch. 1971 kann er in Betrieb genommen und das Wasser in das Reservoir Risi weitergeleitet werden. Es braucht noch einige weitere Einrichtungen, um die Trinkwasserversorgung auf dem ganzen Gemeindegebiet sicherzustellen.
Ein wichtiger Schritt für das ganze Tösstal ist die Bildung des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Tösstal, dem sich neben Turbenthal die Gemeinden Bauma, Hittnau, Wila, Sternenberg und Wildberg anschliessen. Liefern die Quellen dieser Gemeinden nicht genug Wasser, wird das Töss-Grundwasser eingespeist.
Regionale Abwasserentsorgung Tösstal
Noch umfangreicher sind die Anstrengungen im Bereich Abwasser. In der Schweiz sind noch 1965 erst 14 Prozent der Haushalte an eine Kläranlage angeschlossen. Das ändert sich nun. Nach 1970 wird das ganze Turbenthaler Gemeindegebiet einer umfassenden Abwassersanierung unterzogen. Neben den Hauptleitungen im Tal sorgen verschiedene Kleinkläranlagen für die Erfassung praktisch aller häuslichen Abwässer. Ein Meilenstein wird 2019 erreicht. Die Gemeinden Bauma, Fischenthal, Turbenthal, Weisslingen, Wila und Zell schliessen sich zur Regionalen Abwasserentsorgung Tösstal zusammen.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 255 - 256