Umfahrungsstrasse für mehr Lebensqualität
Nach 1950 steigt die Zahl der Autos im Kanton Zürich deutlich an, und zwar von 28'855 im Jahr 1950 auf 243'855 im Jahr 1970. Das hat auch Auswirkungen auf Turbenthal. Weil sich nun viele Haushalte bis weit in den Mittelstand hinein ein Auto leisten können, ziehen immer mehr Familien nach Turbenthal, deren Väter (damals noch eher wenige Mütter) in Winterthur oder Zürich arbeiten.
Zuviel Durchgangsverkehr
Aber die Zunahme an Autos bedeutet auch Mehrverkehr, folglich eine Zunahme des Durchgangsverkehrs. Die Gemeinde Turbenthal fordert deshalb 1974, 1985 und 1993 vom Kanton den Bau einer Umfahrungsstrasse, die aber nie realisiert wird. Immerhin werden Neubrunn und Seelmatten durch Umfahrungsstrassen entlastet. Gute Voraussetzungen dafür schafft die Gesamtmelioration im Neubrunnertal, die von 1976 bis 1993 dauert.
Umfahrungsstrasse dank Gesamtmelioration
Der Bau der Umfahrungsstrassen hat dabei nicht oberste Priorität. Vielmehr geht es darum, günstige Voraussetzungen für die Forst- und Landwirtschaft zu schaffen, ein vernünftiges Wegnetz zu ermöglichen und die Entwässerung des Gebietes auf einen guten Stand zu bringen. Aber den Bau der Umfahrungsstrassen ermöglicht das Grossprojekt eben auch. 1982 wird diejenige von Neubrunn eröffnet, ein Jahr später die von Seelmatten.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 237 - 239