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Das Auf und Ab des Hallenbads

Das Turbenthaler Hallenbad ist leider längst Geschichte. (Quelle: Annette Carlin)

Auch über ein Hallenbad hat Turbenthal einige Jahre verfügt. Pro-Turbenthal-Präsident Walter Müller hat zu Beginn der 1970er Jahre grosse Pläne. Er kauft nicht nur das traditionsreiche Wirtshaus «Bären», sondern auch ein 6'000 Quadratmeter grosses Grundstück südlich davon. Auf diesem Areal plant er einen Komplex mit einem Saal für 400 Personen, einer Gaststube, einer Rotisserie, einem Kellerrestaurant, mit Hotelzimmern, verschiedenen Nebenräumen und einem Hallenbad mit 25-Meter-Schwimmbecken. Am 17. April 1971 kann der neue Landgasthof Bären eingeweiht werden.

Guter Start - heftiger Absturz

Das erste Betriebsjahr verläuft recht erfolgreich. Schon bald jedoch erweist sich das Hallenbad finanziell als Fass ohne Boden. Die Eintritte gehen kontinuierlich zurück, da auch in der Umgebung von Turbenthal Hallenbäder gebaut werden. Bereits 1975 entscheidet deshalb die Gemeindeversammlung, dass die Gemeinde das Hallenbad erwerben soll. 
Als 1990 teure Instandstellungsarbeiten anstehen, schliesst der Gemeinderat das Hallenbad vorübergehend – ohne es wiederzueröffnen. 1996 kauft der Landgasthof «Bären» das Hallenbad zu einem Spottpreis zurück – ebenfalls ohne es wieder in Betrieb zu nehmen. 

Das definitive Ende


2009 schliesst der Betrieb definitiv, und 2011 wird die Aktiengesellschaft Landgasthof Hotel Bären aufgelöst. 2013 wird das Gebäude abgerissen und durch vier farbige Mehrfamilienhäuser ersetzt.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 261 - 265