Das historische Erbe bewahren
Der Töss-Gewerbekanal zählt zweifellos zu den wichtigen historischen Zeitzeugen Turbenthals. Aber weil in den 1970er Jahren eine Wasserkraftanlage nach der anderen aufgegeben wird und der Unterhalt des Kanals viel Geld kosten würde, möchte ihn der Regierungsrat stilllegen und das Wasser wieder der Töss zuleiten. Ein stärkeres Bewusstsein für Industriedenkmäler als die Zürcher Regierung hat jedoch der Turbenthaler Gemeinderat. Nach langen Verhandlungen mit dem Natur- und Heimatschutz und der Denkmalpflege des Kantons wie auch der Gemeinde Zell gelingt es 1985 nach einem ersten misslungenen Anlauf, einen Teil des Kanalsystems zu erhalten.
Neubelebung des Turbinenhäuschens
In denselben Kontext gehört die Erhaltung des Turbinenhäuschens bei der ehemaligen Stickerei der Boller Winkler AG. Es dient für viele Jahre nur noch als Abstellraum. Doch eines Tages wird die verschollen geglaubte Turbine wiedergefunden. Sofort taucht der Wunsch nach einer Sanierung auf. Zu Hilfe kommt dem Projekt der Umstand, dass 1990 der 700. Geburtstag der Schweiz gefeiert wird. In diesem Kontext deklariert der Turbenthaler Gemeinderat die Renovation und Wiederinstandstellung des Häuschens als Geschenk an die Eidgenossenschaft. 1991 kann die Anlage – wenn auch nur noch zu Demonstrationszwecken – wieder in Betrieb genommen werden.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 258 - 260