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BEVÖLKERUNG UND WIRTSCHAFT 1400 - 1798

Turbenthal-Dorf wird schon im Mittelalter vom örtlichen Gewerbe geprägt.

Das Haus des Kleinbauern Rebsamen. (Quelle: Renate Gutknecht)

Die dörfliche Oberschicht

Die Inhaber der Mühlen, der Tavernen und der Schmitte – alles sogenannt «ehafte» Gewerbe, die von der Obrigkeit eine Bewilligung benötigen – bilden die dörfliche Oberschicht.

Die Mittel- und die Unterschicht

Die übrigen Handwerker und Gewerbetreibenden bilden die Mittelschicht. Aber es gibt auch viel Armut – im Tal genauso wie auf dem Pirg. 
In Hutzikon, Neubrunn und den weiteren Dörfern, Weilern und Höfen dominiert die Landwirtschaft. Sie wird meistens in Form der Dreifelder-Wirtschaft betrieben. Im ausgehenden 17. Jahrhundert und vor allem im 18. Jahrhundert aber wird die Heimindustrie immer bedeutender. Es gibt kaum ein Haus, in dem nicht neben- oder hauptberuflich Baumwolle gesponnen oder Tuch gewoben wird. 

Schule als Nebenfach

Die Schule spielt in dieser Zeit eine untergeordnete Rolle. Sie gilt nicht als Haupt-, sondern als Nebenfach. Man besucht sie, wenn man gerade Zeit hat.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 63 - 98