Die Tavernen
In Turbenthal ist gesichert erst ab dem 16. Jahrhundert eine Taverne nachgewiesen. Dabei handelt es sich um das Gasthaus zum Schwarzen Bären.
Der "Schwarze Bären"
Im 18. Jahrhundert erhalten dessen Wirte auch das Recht, in ihrer Taverne zu metzgen und zu backen. Der ehrwürdige Gasthof wird ebenfalls zum Ort vieler Gerichtsverhandlungen und Gemeindeversammlungen. 1830 wird hier das erste Postbureau einquartiert. 1873 brennt das Gasthaus nieder. Es wird wieder aufgebaut, aber in kleineren Dimensionen. Für die Post wird nun ein eigenes Gebäude in der Nähe des Bären erstellt. Heute ist der Schwarze Bären ein reines Wohnhaus.
Der Hirschen in Hutzikon
Auch Hutzikon verfügt mit dem Hirschen über eine Taverne. Dass die Inhaber des Tavernenrechts oft auch Weibel der Herrschaft Greifensee gewesen sind, weist auf seine herausragende Stellung hin. 1919 wird der Wirtshausbetrieb eingestellt und das Gebäude zum Wohlfahrtshaus der Spinnerei und Weberei Turbenthal AG umgewandelt. Heute ist in der Liegenschaft das Sozialpsychiatrische Wohnheim «Betreutes Wohnen am Weiher« untergebracht.
Weitere Tavernen
In Neubrunn dürfte eine Taverne aus einer Weinschenke herausgewachsen zu sein. Und auch die Höfe auf dem Berg und im Steinbachtal haben über eine Taverne verfügt, deren Standort aber immer wieder gewechselt hat.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 70 - 72