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Das Gyrenbad

Das Gasthaus Gyrenbad heute. (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Wirtschaft «Gyrenbad» ist zweifellos die bekannteste in Turbenthal und weit über die Gemeindegrenzen hinaus ein Begriff. Der Name geht einer Legende zu Folge auf einen Geier zurück, der in einem Teich beim Gyrenbad gebadet haben soll.

Erste Erwähnung als "Rüti"

Im 13. Jahrhundert taucht das Gasthaus unter dem Namen «Rüti» als Besitz der Landenberger das erste Mal in einer Urkunde auf. Ab dem 15. Jahrhundert nennt es sich das «Äussere Gyrenbad» und grenzt sich damit zu einem gleichnamigen Gasthof bei Hinwil ab. 

Badebetrieb seit dem 16. Jahrhundert

Ein Badebetrieb ist hier seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen. Die Kurgäste kommen in stattlicher Zahl und nehmen den steilen Aufstieg auf sich, um im Gyrenbad zu baden, zu essen, Heilwasser zu trinken, zu spazieren und die frische Luft zu geniessen. 1888 wird eine Strasse von Hutzikon zum Kurbad gebaut, damit es die Gäste, die aus aller Welt mit der Tösstalbahn anreisen, bequem erreichen können.

1968 Badebetrieb eingestellt

Ab etwa den 50er Jahren lässt die Nachfrage nach dem Badebetrieb nach. Bewegungsbäder wie Bad Ragaz oder Zurzach werden nun beliebter. 1968 wird der Badebetrieb geschlossen. Das Gyrenbad konzentriert sich seither auf den Betrieb als Ausflugsrestaurant sowie auf gesellschaftliche Anlässe.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 73 - 75