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Schulstrukturen werden einfacher

Die Schule Schmidrüti im Jahr 1909. (Quelle: Archiv Christian Meier)
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Die Strukturen der Schule in Turbenthal sind mit der zentralen Schulpflege und den zehn Schulgenossenschaften ausserordentlich komplex. Der Erziehungsrat des Kantons Zürich drängt deshalb schon bald auf eine Vereinfachung.

Aufhebung der Schulgenossenschaften Tablatt und Steinenbach

1836 werden die Schulgenossenschaften Tablat und Steinenbach auf sein Geheiss aufgehoben. 1859 entsteht im Grenzgebiet der Gemeinden Wila und Turbenthal die Schulgenossenschaft Talgarten, der unter anderem die Kinder aus dem vorderen Steinenbachtal und aus Tablat zugeteilt werden. Der hintere Teil der ehemaligen Schulgenossenschaft Steinenbach wird der Schulgenossenschaft Kohlwies einverleibt. 1846 konstituiert sich zudem die Schule Schmidrüti als eigene Schulgemeinde. 

Kanton und Bezirk machen Druck

Dann geht es ein weiteres Mal darum, die Schulstrukturen zu vereinfachen. Solche Prozesse erfolgen in Turbenthal nur selten freiwillig. Meistens braucht es den Druck des Kantons oder des Bezirks. Aber verhindern lässt sich die Entwicklung nicht. Eine Schulfusion folgt der anderen, bis schliesslich als letzter Schritt 1927 die Schulgemeinde Schmidrüti aufgehoben und in die Schulgemeinde Turbenthal integriert wird. Seither gelten auf der Stufe Primarschule diejenigen Grenzen, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 138 - 140

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