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Kriegsausbruch 1914

Militär im Jahr 1920 vor der Eisenwarenhandlung Näf. (Quelle: Archiv Christian Meier)

Am Ersten Weltkrieg, der 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien seinen Anfang nimmt, sind schliesslich rund 40 Staaten beteiligt.

Generalmobilmachung am 3.8.1914

Der Bundesrat verfügt bereits am 3. August 1914 die Generalmobilmachung. Umgehend stellt der Gemeinderat Turbenthal eine Bürgerwehr auf die Beine, die «darüber wachen wird, dass Ordnung und Ruhe in der Gemeinde nicht gestört werden». Die Bürgerwehr erweist sich aber schon bald als unnötig. Im Oktober 1914 kann sie wieder aufgehoben werden. 
Schwerer wiegt die Absenz der wehrpflichtigen Männer. Wegen der Mobilisation müssen einzelne Fabriken und Gewerbebetriebe zeitweise schliessen.

Bauernbetriebe in Not

Stark betroffen sind aber vor allem die Bauernbetriebe. Hier müssen Frauen und Kinder die entstandenen Lücken schliessen. Für viele existenzbedrohend ist der Umstand, dass es im Ersten Weltkrieg noch keinen nennenswerten Erwerbsersatz gibt und der Militärsold äusserst knapp bemessen ist. Der Gemeinderat versucht, so gut es geht zu helfen, beispielsweise indem er für die Bevölkerung günstige Lebensmittel organisiert.  Die Einschränkungen sind zwar während des ganzen Krieges mannigfaltig. Aber mit der Zeit versucht man, ein mehr oder weniger «normales» Gemeindeleben zu organisieren.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 199 - 205