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Die Anbauschlacht

Schulkinder beteiligen sich 1940 an der Anbauschlacht. (Quelle: Archiv Christian Meier)

Zu den zentralen Massnahmen, welche die Schweiz im Zweiten Weltkrieg anordnet, zählt die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen, der sogenannte «Plan Wahlen», benannt nach dem gleichnamigen verantwortlichen Bundesrat, oder die Anbauschlacht. Das Ziel besteht darin, die Schweiz weitgehend unabhängig von Nahrungsmitteleinfuhren aus dem Ausland zu machen. Das gelingt zwar nicht, aber der Plan Wahlen stärkt das Selbstbewusstsein der Schweizerinnen und Schweizer erheblich, ebenso ihre die Zuversicht, die Kriegsjahre unbeschadet überstehen zu können.

Vervierfachung der Turbenthaler Anbaufläche

In Turbenthal wächst das offene Ackerland von 59 auf 224,4 Hektaren. Überall, wo es möglich ist, werden Getreide oder Kartoffeln angebaut. Auch abseits der Landwirtschaft steht das Leben in Turbenthal im Zeichen des Krieges: Eine Bürgerwehr sorgt für Sicherheit, Schülerinnen und Schüler werden für Hilfsdienste eingesetzt, und die Frauenvereine von Turbenthal und Neubrunn stricken, wie sozusagen alle Frauenvereine der Schweiz, Socken, Handschuhe und Schals für die Soldaten und sammeln Spenden für Lebensmittelpakete.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 220 - 222

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