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Die Spanische Grippe

Die Spanische Grippe fordert in der Schweiz zahlreiche Todesopfer. (Quelle: Schweizerisches Landesmuseum)

In den letzten Monaten des Krieges bricht in Europa die Spanische Grippe aus. In der Schweiz erfasst sie im zweiten Halbjahr 1918 zwei Millionen Menschen und fordert 24'499 (registrierte) Todesopfer. Die Massnahmen, die man zu ihrer Eindämmung ergreift, gleichen in vielerlei Hinsicht denjenigen, die bei der COVID-19-Pandemie rund hundert Jahre später getroffen werden. Veranstaltungen werden verboten, Feierlichkeiten jeder Art abgesagt, der Schulunterricht wird eingestellt und so weiter. 

Viele Todesopfer in Turbenthal

Aber trotz aller Vorsichtsmassnahmen macht die gefährliche Grippe vor Turbenthal nicht halt. Immer wieder vermeldet die Gemeinde Todesopfer. Ende August ebbt die Pandemie etwas ab. Sofort hebt Turbenthal die Verbote für Versammlungen, Vereinstreffen und ähnliches auf. Zu früh. Die Spanische Grippe kehrt zurück und fordert weitere Todesopfer. Erst im Mai 1919 kann sie definitiv überwunden werden.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 206 - 207