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Florierende Zwischenkriegszeit

Fuhrpark der Boller Winkler & Cie 1932. (Quelle: Archiv Christian Meier)

Am 11. November 1918 endet der Erste Weltkrieg. Nach 1920 setzt ein wirtschaftlicher Aufschwung ein, der in die Ära der «Goldenen Zwanziger» mündet. Diese enden am 29. Oktober 1929 mit dem Zusammenbruch der New Yorker Börse. Es folgt eine lange Wirtschaftskrise, und am 1. September 1939 beginnt das Hitlerregime mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg. Aber wie zeigt sich die Situation in Turbenthal?

Gute Zeiten für die Textilwirtschaft

Die Boller Winkler & Cie. hat die wirtschaftliche Krise im Gefolge des Ersten Weltkrieges relativ rasch überwunden. Zwar muss sie zweimal Feuersbrünste bewältigen, aber nachhaltigen Schäden richten die Brände nicht an. 1940 verfügt das Unternehmen über 460 Webstühle. Die Schweizerische Decken- und Tuchfabriken Pfungen-Turbenthal AG erweitert ihr Geschäftsfeld durch Exporte, namentlich nach Südafrika und England. 
Die Weltwirtschaftskrise nach 1929 scheint den Turbenthaler Textilunternehmen nicht viel anhaben zu können. Sie überstehen diese nicht nur unbeschadet, sondern expandieren in den Jahren nach 1929 sogar kräftig.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 210 - 212