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Wenig Orte für die Jugend

MidnightSports - ein beliebtes Angebot für die Turbenthaler Jugend. (Quelle: MidnightSports)

Viele Jahre hat die Turbenthaler Jugend keine Orte, an denen sie sich treffen und die Freizeit verbringen kann. 1988 zeichnet sich eine Besserung ab. Die Zürcher Kantonalbank spricht aus Anlass ihres 75. Geburtstages 10'000 Franken, um im Dorf einen Jugendtreff einzurichten.

Jugendarbeit Turbenthal

1993 wird der Verein für Jugendarbeit Turbenthal gegründet. Als geeignet für das neue Angebot wird ein 100 Quadratmeter grosser Raum im Obergeschoss des damals fast fertig gebauten Feuerwehrgebäudes erkürt. Aber für den Umbau reichen die 10'000 Franken nicht aus. Lange zögert der Gemeinderat, die Finanzierungslücke zu schliessen. Dann aber spricht er 50'000 Franken. Mit diesem Geld und der freiwilligen Mitarbeit von Fachleuten, Lernenden, Schülerinnen und Schülern und dank grosser Unterstützung örtlicher Unternehmer und Firmen kann der Jugendtreff realisiert werden.

Verein Mittleres Tösstal

2001 wird eine neue Etappe der Jugendpolitik eingeleitet. Die Gemeinden Turbenthal, Sternenberg, Wila, Wildberg und Zell versuchen ihre Jugendarbeit zu koordinieren, was in einem ersten Anlauf scheitert. 2004 gründen Wila, Zell und Turbenthal jedoch den Verein Mittleres Tösstal, dem etwas später auch Sternenberg beitritt. Der Verein verfolgt das Ziel, eine professionelle Jugendarbeit aufzuziehen. Aber seine Arbeit vermag die beteiligten Gemeinden nicht zu überzeugen. 2008 wird der Verein deshalb aufgelöst, was unter anderem auch die Schliessung des Turbenthaler Jugendtreffs zur Folge hat.

MidnightSports

Turbenthal jedoch sorgt für eine Alternative. Ab 2008 beteiligt sie sich am Projekt «Midnight Sports», das Jugendlichen an Wochenenden Sportangebote bereitstellt. «Midnight Sports» stösst bei der Turbenthaler Jugend auf grossen Zuspruch. 2025 schliesslich präsentiert die Gemeinde ein umfassendes Kinder- und Jugendkonzept, um den Anliegen der Jugend gerecht werden zu können.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 306 - 308