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Die bewegte Geschichte des Lindehus

Das Pflegeztentrum Lindehus. (Quelle: Archiv Christian Meier)

Turbenthal ist spätestens ab den 1960er Jahren darum bemüht, seinen Seniorinnen und Senioren gute Rahmenbedingungen für das Leben im Alter zu bieten. 1963 verlangt ein Bürger mittels Motion, das Wohnangebot für alte Menschen deutlich zu verbessern. Aus dieser Initiative erwachsen sowohl das Pflegezentrum Lindehus als auch die Genossenschaft Alterssiedlung Turbenthal. 

Sanierungsbedarf als Herausforderung

Für den Bau und Betrieb des Alterspflegeheims Lindehus bildet Turbenthal zusammen mit Wila, Wildberg und Zell einen Zweckverband. Am 15. April 1975 kann diese Institution eingeweiht werden. 1988 wird in Rikon das Alterspflegeheim Spiegel als zweiter Standort des Zweckverbandes eröffnet. Noch 2007 plant man grössere Ausbauten. Aber schon drei Jahre später droht diesen Altersinstitutionen die Schliessung. Sowohl in Turbenthal als auch in Rikon sind grössere Sanierungsarbeiten von Nöten, für die das Geld fehlt. Deshalb soll der Zweckverband in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und der Turbenthaler Standort geschlossen werden. 

Widerstand gegen Schliessung

Dagegen erwächst aber vehementer Widerstand, und die Umwandlung wird 2010 an der Urne deutlich verworfen. In der Folge werden verschiedene weitere Pläne für die Nutzung der beiden Institutionen entwickelt – alle stossen in der Bevölkerung auf Ablehnung. 2013 schliesslich legt der Zweckverband ein Projekt vor, um beide Heime in ihrer angestammten Funktion zu erhalten. Dieses Projekt wird in allen vier Gemeinden des Zweckverbands gutgeheissen. 2015 schliesslich stimmt die Bevölkerung auch einem Baukredit zu, mit dem die Heime in Turbenthal und Rikon saniert und auf einen modernen Stand gebracht werden können. 


Heute sind die beiden Heime wie auch die Spitex Mittleres Tösstal im Zweckverband Pflege und Betreuung Mittleres Tösstal vereinigt.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 303 - 305