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Neue pädagogische Ansprüche - neue Schule

Die Schule verändert sich in den Jahren 1950 bis in die Gegenwart fundamental und auf allen Ebenen. Es ist nicht nur ein räumlicher und zahlenmässiger, sondern sehr ausgeprägt auch ein pädagogischer Wandel.

Der Kindergarten - die Schuleingangsstufe

Der Kindergarten wandelt sich von der «Gvätterlischuel» zur anspruchsvollen Schuleingangsstufe, in der die Lehrpersonen die Kinder mit grossem Geschick auf die weitere Schullaufbahn vorbereiten. 2005 wird der Kindergarten «kantonalisiert», das heisst wie die anderen Schulstufen auch der Verantwortung des Kantons übertragen. Ausserdem wird er für alle Kinder obligatorisch. Turbenthal verfügt stets über ausgezeichnete Kindergärten. 

Grundstufe scheitert


Aber ein Projekt kann nicht umgesetzt werden: die Grundstufe, die der Kanton von 2004 bis 2013 als Versuch einführt. Nach diesem Konzept werden der Kindergarten, die erste und die zweite Primarklasse zu einer Einheit mit fliessenden Übergängen verbunden. Turbenthal beteiligt sich mit dem Kindergarten im Schulhaus Neubrunn am Versuch und zieht ein positives Fazit. Nicht so die Zürcher Stimmbevölkerung, die sich gegen die definitive Einführung der innovativen Schulform ausspricht, weshalb auch Turbenthal den Versuch auf Ende Schuljahr 2013/14 abbrechen muss.

Kompetenzorientes Lernen

Auch die Primarschule verändert sich auf pädagogischer Ebene deutlich. So werden der Fremdsprachenunterricht ausgebaut, verschiedene neue Fächer eingeführt und das kompetenzorientierte Lernen gefördert, was sich unter anderem im Lehrplan 21 abbildet.

Ober- Real- und Sekundarschule

Ausserordentlich stark ist der Wandel in der Sekundarschule. 1959 sind hier die 7. und 8. Klasse abgeschafft und neben der eigentlichen Sekundarschule die Real- und Oberstufe – die heutigen Sek A, B und C – eingeführt worden. 1986 beteiligt sich Turbenthal am «Abteilungsübergreifenden Versuch an der Oberstufe», aus dem später die gegliederte Sekundarschule hervorgeht.

Ausdruck des stets komplexer werdenden Schulwesens ist zudem die Einführung von Schulleitungen und die Konzentration der Schulpflege auf strategische Aufgaben und die Kontrollfunktion.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 281 - 284