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Ein Virus verändert das Leben

Ab 2019 sucht ein bösartiges Virus die Schweiz und die meisten Teile der Welt heim, das stark an die Spanische Grippe von 1918 bis 1920 erinnert: das Sars-CoV-2-Virus.

Die höchste Gefahrenstufe

Im Dezember 2019 berichten die Medien das erste Mal über das Auftauchen dieses Virus in China. Schon im Januar 2020 werden die ersten Krankheitsfälle in der Schweiz registriert. Im März 2020 verfügt der Bundesrat eine «Ausserordentliche Lage», was der höchsten Gefahrenstufe entspricht. Schulen werden geschlossen und nur noch Fernunterricht erteilt. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeeinrichtungen dürfen nicht mehr ins Freie, und Besuche werden ihnen untersagt. Ladengeschäfte, die nicht Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, bleiben geschlossen, ebenso Institutionen mit kulturellen Angeboten. Für infizierte Personen wird eine Isolationspflicht verhängt.

Gelockerte Massnahmen

Vorübergehend zeigen die Massnahmen Erfolg. Sie werden deshalb im Sommer 2020 gelockert. Aber wie schon bei der Spanischen Grippe kehrt auch das Coronavirus Sars-CoV-2 umgehend zurück. Die Massnahmen werden erneut verfügt. Dank der Entwicklung von Impfstoffen kann die Pandemie 2021 eingedämmt werden. Sie hat im ersten Pandemiejahr weltweit über 60 Millionen Infizierte und 1,42 Millionen Todesopfer zur Folge. Gemeindeverwaltungen und Private haben vielerorts geholfen, die schwierige Zeit zu bewältigen, in Turbenthal beispielsweise in der Vereinigung «Bürger*innen-Hilfe Turbenthal».

Viele Skeptiker

Aber es gibt im Tösstal auch viele Skeptiker, so etwa der damalige Turbenthaler Kantonsrat Urs Hans. Wegen seiner fundamentalen Impfkritik wird er aus der Grünen Partei ausgeschlossen. Aber er ist nicht der Einzige, der sich kritisch zu den Massnahmen gegen die Pandemie und vor allem gegen verschiedene Gesetzesverschärfungen stellt. So verwirft die Bevölkerung von Turbenthal, Fischenthal, Bauma, Wila und Schlatt beispielsweise das Covid-19-Gesetz von 2021. Allerdings umsonst, den schweizweit wird es deutlich angenommen. 2022 ist der Spuk definitiv vorbei.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 312 - 314