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Neue Räume für die Schule

Das Schulhaus Hohmatt im Bau. (Quelle: Annette Carlin

Von 1960 bis an die Wende des 21. Jahrhunderts verdoppeln sich die Zahlen der Schülerinnen und Schüler in Turbenthal. Heute werden 500 Kinder auf Primarschulebene und 190 Jugendliche auf Sekundarschulebene unterrichtet. Das zahlenmässige Wachstum wie auch die veränderten Unterrichtsformen schlagen sich in einem Bedarf an zusätzlichem Schulraum nieder.

Neue Kindergärten

Bis Mitte der 1960er Jahre verfügt Turbenthal nur über ein einziges Kindergartenlokal. Ab 1968 müssen verschiedene weitere Kindergärten gebaut werden. Heute verfügt Turbenthal über die Kindergärten Feld, die zur Schule Breiti-Risi gehören, die Kindergärten Girenbad und Gassacher im Schulkreis Hohmatt sowie einen Kindergarten im Schulhaus Neubrunn.

Weitere Schulhäuser

Das Schulhaus Risi genügt der Primarschule viele Jahre, platzt 1976 aber aus allen Nähten. Mit dem neuen Schulhaus Breiti wird vorerst mal Abhilfe geschaffen. Aber schon bald genügen auch diese Räume nicht mehr. Nun planen die Primar- und die Sekundarschule gemeinsam das Schulhausprojekt Hohmatt. Die Stimmbevölkerung zieht aber nicht mit und lehnt es 1989 ab. In der Folge entscheiden sich die beiden Schulpflegen zwar für eine gemeinsame Schulraumplanung, aber in getrennten Projekten. Als der Bau des Schulhauses Hohmatt nochmals, diesmal jedoch exklusiv für die Primarschule, zur Abstimmung kommt, wird die Vorlage angenommen. 1995 kann das neue Schulhaus bezogen werden. 

Auffrischung für das Schulhaus Risi

Dann braucht auch das inzwischen betagte Schulhaus Risi eine Auffrischung. Von 2016 bis 2018 wird es saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Bleiben noch die Schulen im Pirg. Nach verschiedenen Umorganisationen konzentriert man die Schülerinnen und Schüler aus diesem Ortsteil auf die Schulhäuser Neubrunn und Schmidrüti. Für lange Schulweg wird ein Schulbus eingesetzt.

Platznot in der Sek

Mit prekären Platzverhältnissen hat lange Zeit auch die Sekundarschule zu kämpfen. Schon 1963 hat es für die Klasse der neuen Oberschule im Schulhaus Grund keinen Platz. Sie muss mit einem Zimmer im Schulhaus Risi vorliebnehmen und 1966/67 sogar ins «Exil» nach Wila gehen. Immerhin kann nun das alte Schulhaus Grund erweitert werden, sodass fortan alle Sek-Schülerinnen und -Schüler dort unterrichtet werden können. 1973 wird die Schulanlage Breiti um einige Infrastrukturen für die Sekundarschule erweitert, und als das erste Projekt Hohmatt scheitert, entschliesst man sich zum Bau eines neuen Sekundarschulhauses in der Breiti.

Die Heilpädagogische Schule

Eine Besonderheit in Turbenthal bildet die Heilpädagogische Schule. Diese entsteht 1975 und bezieht zunächst im Schloss Turbenthal ihre Räumlichkeiten. Dann kauft sie das Schulhaus Grund und baut es um und aus. 1999 kann sie ihre neuen Räumlichkeiten beziehen. 

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 285 - 288