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Die ungeliebte Reformation

Reformator Huldrych Zwingli. (Quelle: Wikimedia Commons)

Nach der Berufung von Huldrych Zwingli als Pfarrer an das Grossmünster setzt sich die Reformation auch im Kanton Zürich durch. Die katholischen Kirchen müssen weichen, Klöster werden geschlossen.

Pfarrer Huter  - ein Gegner der Reformation

Turbenthal kann mit der Reformation zunächst wenig anfangen. Da hat man soeben eine grosse und reichhaltig geschmückte Kirche gebaut, und nun sollte man die vielen Bilder und den Kirchenschmuck wieder radikal ausräumen. Turbenthals Pfarrer Kaspar Huter wettert denn auch kräftig von der Kanzel herab gegen Zwingli.

Pfarrer Meyer setzt die Reformation durch

Er wird abgesetzt und durch den von Zürich entsandten Laurenz Meyer ersetzt. Der ist ein glühender Anhänger der Reformation. Er bleibt etwas mehr als ein Jahr in Turbenthal. 1531 stirbt er im Zweiten Kappelerkrieg an der Seite Zwinglis.
In Turbenthal will man sich in verschiedenster Hinsicht nicht an die Vorgaben der reformierten Zürcher Obrigkeit halten. So pflegt etwa die Geistlichkeit hier einen ausschweifenden Lebensstil, der überhaupt nicht den Vorstellungen des Stadtstaats entspricht. Und von den Altären und Heiligenbildern will man sich auch nicht trennen. Erst nach grossem Druck aus Zürich gibt Turbenthal nach und passt die Kirche den reformierten Vorgaben an.
 

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 54 - 59