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Der Weg in den Stadtstaat Zürich

Die Verwaltungsstruktur des Stadtstaates Zürich. (Quelle: Wikimedia Commons)

Im 11. Jahrhundert wird die Burg Kyburg errichtet. Als Erster erwählt Hartmann, der damalige Landgraf von Thurgau, die Kyburg zu seinem Sitz. Turbenthal ist in jener Zeit Teil der Grafschaft Thurgau. Hartmann und seine Söhne können das Herrschaftsgebiet der Kyburg laufend erweitern. 

Die Habsburger auf der Kyburg

Als 1264 der letzte Hartmann von Kyburg stirbt, übernehmen die Habsburger sowohl die Burg als auch die Landgrafschaft Thurgau. Sie gliedern das inzwischen sehr grosse Gebiet in vier Ämter. Turbenthal wird im Zuge diese Reorganisation dem Amt Kyburg zugeschlagen. 
Im späten 14. Jahrhundert geraten die Habsburger infolge verschiedener Kriege – unter anderem gegen die Eidgenossen – in finanzielle Schwierigkeiten. 1369 verpfänden sie die Kyburg deshalb zuerst an ihre eigenen Amtsleute und etwas später an die Grafen von Toggenburg. Aber auch diese haben mit den Finanzen zu kämpfen.

Zürich erwirbt die Kyburg

Deshalb verpfänden sie die Grafschaft Kyburg zuerst an die Stadt Zürich (1424), um sie später den Zürchern definitiv zu verkaufen (1442). So wird auch Turbenthal in den Stadtstaat Zürich eingegliedert. 
Mit diesem Kauf vergrössert Zürich seinen Stadtstaat auf einen Schlag fast um das Doppelte. Bereits einige Jahre früher sind Hutzikon und Neubrunn unter die Fittiche der Stadtzürcher geraten. Die beiden Dörfer haben nämlich zur Grafschaft Greifensee gezählt, die bereits 1369 im Stadtstaat Zürich aufgegangen ist.

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 39 - 41