Das Ende der Breitenlandenberger
Auch im Stadtstaat Zürich können die Breitenlandenberger ihre herausragende Stellung in Turbenthal noch viele Jahre bewahren.
Die Teilung des Herrschaftsgebietes
1661 teilen die vier Brüder Rudolf Melchior, Johann Jakob, Johann Christoph und Johann Rudolf den Besitz in vier etwa gleichgrosse Teile. Das wären eigentlich gute Voraussetzungen gewesen, um ihre Herrschaft zu festigen. Aber die Breitenlandenberger sind keine guten Unternehmer in eigener Sache. Sie machen Schulden und müssen ihren Besitz Stück für Stück verkaufen.
Erhard Wolf taucht auf
Im 18. Jahrhundert verbleibt fast nur noch die Gerichtsherrschaft bei den Breitenlandenbergern, und die verteilt sich auf zwei Personen: Erhard Wolf und Frischhans von Breitenlandenberg. Beide sind durch Heirat zu dieser Ehre gekommen. Es sind zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Friedrich gehört der Bildungselite Zürichs an, während Wolf, von Beruf Wirt, hemdsärmlig ist. Ihm werden auch oft willkürliche Entscheide nachgesagt. Die beiden Gerichtsherren liegen ständig im Streit miteinander. 1795 stirbt Frischhans. Die Gerichtsherrschaft geht nun an den Vogt auf der Kyburg über. Wolf bleibt unter dem Vorg Gerichtsherr bis zur Helvetischen Revolution von 1798.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 41 - 46