Neuorientierung der Landwirtschaft
Im 19. Jahrhundert wenden sich die Turbenthaler Bauern zunehmend der Futterproduktion sowie der Vieh- und Milchwirtschaft zu. Dieser Zweig der landwirtschaftlichen Produktion verspricht ihnen den grössten Gewinn.
Das verlangt natürlich auch nach einer entsprechenden Infrastruktur.
Käsereien und Sennhütten
1850 entsteht im benachbarten Wila die erste Käserei. 1860 schreitet man zur Gründung der Sennhütten-Actien-Gesellschaft, die sich 1907 dem Nordostschweizerischen Milchverband anschliesst. Nach 1860 werden auf Turbenthaler Boden zahlreiche Sennhütten ins Leben gerufen: 1860 in Oberhofen, 1861 in Seelmatten und 1867 in Neubrunn.
Landi Turbenthal
Ein wichtiger Organisationsschritt ist 1878 zu vermelden. In diesem Jahr gründen die Turbenthaler Bauern den Landwirtschaftlichen Verein, kurz Landi. Als Vereinszweck wird in den Statuten festgelegt, dass die gemeinsame Beschaffung von Kunstdünger, Futtermitteln, Sämereien und die Vermittlung landwirtschaftlicher Maschinen im Zentrum stehen sollen. Als ebenso wichtig wird aber auch die Durchführung von Ausbildungskursen und von Vorträgen bezeichnet.
Die Landi Turbenthal wird sehr rasch zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt für viele bäuerliche Anliegen.
Von der Landi Wila zur Landi Bachtel
1968 schliessen sich die Landwirtschaftlichen Vereine von Turbenthal und Wila zur Landi Wila-Turbenthal zusammen; 2024 wird diese von der Landi Bachtel übernommen.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 158 - 160