Das Leben der Fädlikinder
Die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken des 19. Jahrhunderts schuften unter äusserst schlechten Bedingungen. Die Arbeitszeiten sind lang (auch an Sonntagen), die Löhne tief, und Kinder werden ausgebeutet, wo es nur geht.
Ein Kinderroman für die Geschichtsbücher
Die Schriftstellerin Olga Meyer (1889–1972) hat in drei Bänden die Geschichte des Turbenthaler Mädchens Anneli nachgezeichnet. Die Geschichte ist zwar fiktiv, aber sehr authentisch. Im Band «Anneli kämpft um Sonne und Freiheit» gibt sie folgenden Einblick in den Arbeitsalltag des kleinen Mädchens: «Die Maschinen lärmten. Anneli kroch unter das Fadendach. Es putzte Walzen und achtete auf die Spulen, dass sie nicht leerliefen. Immer wieder aber schaute es zu Meieli hinüber. Dieses arbeitete an der dritten Maschine von Anneli aus gezählt. Meieli wird auch Aufsteckerin, eine flinke Aufsteckerin. Es arbeitet bei einem bösen Spinnermeister. Bei dem durfte man nie auch nur ein bisschen ruhen. Den ganzen Tag schimpfte er und trieb die Kinder zur Arbeit an. Dafür konnte er am Abend immer die meisten Spulen abliefern, verdiente besser als die anderen.»
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 154 - 155