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Bessere Strassen für ein besseres Leben

Turbenthaler Dorfpartie mit Kirche um 1910. (Quelle: Archiv Christian Meier)

Die Strassen von Turbenthal sind bis 1830 miserabel, nicht nur die Verbindungsstrassen in die Städte und umliegenden Dörfer, sondern auch innerhalb der Gemeinde. Die Hauptverkehrsachse verläuft teilweise gar in der Töss. Für die 1831 installierte liberale Regierung zählen aber gute Strassen im ganzen Kanton Zürich zu den wichtigsten Zielen. Denn nur mit guten Verkehrsverbindungen, so ist der Regierungsrat überzeugt, lässt sich ein wirtschaftlicher Aufschwung einleiten. 

Die neue Tösstalstrasse

Deshalb erlässt der Kanton 1833 ein umfassendes Strassenbauprogramm. Schon 1838 sind 138 Kilometer Strassen erster und zweiter Klasse gebaut, 327 weitere Kilometer beschlossen und 95 Kilometer geplant. Zu den Strassen, die in diesem Zeitraum realisiert werden, zählt die Tösstalstrasse; sie entsteht abschnittsweise bis 1837. In Turbenthal-Dorf wird die Tösstalstrasse im letzten Jahr des Projekts teilweise neu angelegt, teilweise verbessert. Über den Chatzenbach wird eine Brücke gebaut, ebenso in Hutzikon über den Dorfbach. Dort ergänzt ein Strässchen zum Bach das Bauwerk, damit die Bauern das Bachbett weiterhin als Zufahrt zu ihren Höfen benutzen können. Auch die Strasse von Turbenthal nach Wila wird verbessert und ausgebaut, namentlich mit einer Holzbrücke über die Töss. 

Ein gutes Strassennetz um 1870

Viele weitere Strassen werden in diesem Zeitraum realisiert und optimiert, sodass Turbenthal um 1870 über ein gutes und recht leistungsfähiges Strassennetz verfügt. Das kommt auch der Post entgegen, die ab 1835 eine Postkutschenlinie betreibt, die Bauma mit Winterthur verbindet und auch Turbenthal durchquert. 

Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 167 - 170