Kelten in Turbenthal
Es dauert noch einige tausend Jahre, bis sich Menschen im Raum Turbenthal niederlassen. Man vermutet, dass es Kelten waren. Dieses Volk lebt etwa von 100 v. Chr. bis
100 n. Chr. in unserer Region und besteht aus unterschiedlichen Stämmen. Im Raum Zürich bis zum Bodensee sind es die Helvetier. Um 58 v. Chr. ziehen sie mit etwa 100'000 Menschen unter der Führung des Adligen Divico gegen Westen bis Bibracte im Nordwesten des späteren Frankreichs. Den Grund dafür kennt man nicht wirklich. In Bibracte stossen die Helvetier auf die Römer, die sie vernichtend schlagen und zur Umkehr zwingen. Auf dem Weg zurück in ihre angestammten Gebiete, so lautet eine Vermutung, habe sich eine Gruppe dieser Kelten an der Töss bei Turbenthal niedergelassen.
Eine These - kein Beweis
Einen wirklichen Beweis für eine keltische Siedlung gibt es nicht. Doch der Name Turbenthal könnte keltischen Ursprungs sein. Denn die mittelalterlichen Vorläufer des Ortsnamens – Turbatunale, Turbatun und Abwandlungen davon – werden dem keltischen Idiom zugeordnet. Spuren einer Keltensiedlung an der Töss hat man aber nicht gefunden, die Herleitung auf der Basis des Namens ist der einzige Hinweis.
Die Römer kommen
Um 25 n. Chr. beginnt die Eroberung der Schweiz durch die Römer. Doch Turbenthal ist zu abgelegen, als dass sich die Eroberer dafür interessiert hätten. Erst mit der Einwanderung der Alamannen rückt Turbenthal wieder in den Fokus der Geschichte.
Mehr dazu im Buch "1200 Jahre Turbenthal", S. 29 - 63.